Ausstattung

ID #1017

OG1LI - Lehmbauweise was ist daran gut?

Die 3 ZKB im ersten Stock links ist an allen massiven Wänden mit einem kräftigen Lehmputz versehen. Auch die Geschossdecken sind in Lehmwickeltechnik ausgeführt. Dies ergibt ein äusserst angenehmes und gesundes Raumklima - da dies im 'modernen' Mietwohnbau sehr selten ist, wird es hervorgehoben.
Leider wurde Lehm in der Zeit der Industrialisierung eher als 'Dreck' angesehen und es wurden andere, besser in industriellen Verfahren und Massen herstellbare Baustoffe bevorzugt. Nichts desto trotz ist Lehm ein hervorragender Baustoff und heute im Zeitalter der Post-Industialisierung mit seinen verschimmelten, plastikumhüllten Glaswollepaketen als Wohnungen und den Heerscharen von Allergikern erinnert man sich wieder an den gesunden Baustoff Lehm, der ohne Zusatz von Kunststoffen etc. Jahrhunderte überdauert, überall vorhanden ist, Wärme dämmt, Feuchte puffert, ein angenehmes Wohnklima herstellt und sehr gesund ist. Zum Baustoff Lehm ein Zitat aus LEHM - ERSTE ÜBERSICHT

Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit
Lehm kann relativ schnell Luftfeuchtigkeit aufnehmen und dies bei Bedarf wieder abgeben. Da-durch reguliert er die Feuchtigkeit der Raumluft und trägt zu einem gesunden Raumklima bei. Er verhindert ein Austrocknen der Schleimhäute, reduziert die Feinstaubbildung und wirkt somit vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten.
Lehm speichert Wärme
Lehm speichert, ähnlich wie andere schwere Baustoffe, Wärme und kann somit zur Verbesserung des Wohnklimas und bei passiver Sonnenenergienutzung zur Energieeinsparung beitragen.
Lehm spart Energie und verringert die Umweltverschmutzung
Lehm benötigt bei der Aufbereitung und Verarbeitung im Gegensatz zu anderen Baustoffen sehr wenig Energie und trägt somit kaum zur Umweltverschmutzung bei. Er braucht nur etwa 1 % der Energie, die für die Herstellung von Mauerziegeln oder Stahlbeton notwendig ist.
Lehm ist stets wiederverwendbar
Der ungebrannte Lehm ist jederzeit und unbegrenzt wiederverwendbar. Trockener Lehm braucht nur zerkleinert und mit Wasser angefeuchtet zu werden und schon lässt er sich wieder verarbeiten. Lehm kann im Gegensatz zu anderen Baustoffen niemals als Bauschutt die Umwelt belasten.
Lehm spart Baumaterial und Transportkosten
Auf den meisten Baustellen in Mitteleuropa fällt Lehm an. Enthält er nicht zuviel Ton und keine zu großen Gesteinspartikel, so kann er im erdfeuchten Zustand mit den meisten Lehmbautechniken direkt eingesetzt werden.
Lehm konserviert Holz
Bedingt durch die geringe Gleichgewichtsfeuchte von Lehm von 0,4 bis 6 Gewichtsprozenten (je noch Tongehalt, Tonart und Feuchtegehalt der Luft) werden Holz und andere organische Stoffe, die von Lehm umgeben sind, entfeuchtet bzw. trockengehalten, so daß diese nicht von Pilzen oder Insekten befallen werden.
Lehm bindet Schadstoffe
Die Fähigkeit der Tonminerale, Fremdstoffe bzw. Schadstoffe zu binden, wird mittlerweile auch von der Industrie genutzt.

Letzte Änderung des Artikels: 2006-09-01 12:13
Verfasser des Artikels: Matthias
Revision: 1.0

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